Wetzgauturm "Himmelsstürmer"
Der neue Aussichtsturm überragt den "Himmelsgarten" der 
Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd um 38,3m und ist die 
Attraktion der Ausstellung. Im quadratischen Grundriss führt 
ein geräumiges Treppenhaus die Besucher 209 Stufen in die 
Höhe. 
 
Markant sind die großen Öffnungen in den Außenwänden, die 
beim Aufstieg immer neue Ausblicke preisgeben. Möglich sind 
diese Fenster durch die konsequente Verwendung von  
dreilagigem Brettsperrholz als Baumaterial:  Die orthogonale 
Verleimung der einzelnen Schichten ergibt eine 
Massivholzplatte, die in alle Belastungsrichtungen große 
Festigkeiten aufweist.
 
Von weitem sichtbar ist die Schindelfassade des 
"Himmelsstürmers", die neben 3790 Lärchenschindeln auch 
etwa 1300 Aluminiumschindeln enthält. Die 
Aluminiumschindeln reflektieren die Farbe des Himmels,  so 
dass der Turm an grauen Tagen weiß und an klaren Tagen 
blau erscheint.  Nach oben hin nimmt die Anzahl der der 
reflektierenden Schindeln und der Öffnungen zu, so dass sich 
der Turm zunehmend entmaterialisiert und den Eindruck 
erweckt, als ginge er an seiner Spitze in den Himmel über.

Ingenieurbüro Andreas Wirth: 
Tragwerksentwurf, Statik
 
Gestaltung: KuKuk, Stuttgart
 
Herstellung: Schlosser Holzbau, Jagstzell
 
Publikationen:
Bauen mit Holz 4.2014, S. 10-14 
mikado 7.2014, S. 28-3